{"@context": "https://raw.githubusercontent.com/LinkedPasts/linked-places/master/linkedplaces-context-v1.1.jsonld", "type": "FeatureCollection", "features": [{"@id": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/125592", "type": "Feature", "crmClass": "crm:E18 Physical Thing", "systemClass": "place", "viewClass": "place", "properties": {"title": "Arta"}, "descriptions": [{"value": ", etwa 13 km von der N-K\u00fcste des Ambrakischen Golfs (\u2192 Ambrakikoskolpos), beim Eintritt des Arachthos (\u2192 Artas potamos) in die K\u00fcstenebene\r\n\r\nHist.: Infolge der Gr\u00fcndung von Nikopolis (31. v. Chr.) verliert das antike Ambrakia seine Bedeutung. Berichte \u00fcber arab. Belagerungen von Ambrakia im 9. u. 10. Jh. d\u00fcrften sich auf \u2192 Ambrakia im SO des Ambrakischen Golfes beziehen. Erste Erw\u00e4hnungen des neuen Namens Arta 1082 (im Zusammenhang mit einer Belagerung der Stadt durch Bohemung u. der Flucht Alexios' I. nach dem Versuch, den Belagerten zu helfen) u. 1131. 1157 erstmals ein Bischof von Arta nachweisbar. Die Stadt in der Folge immer Bistum, jedoch nicht in die Notitiae aufgenommn. 1165 Besuch Benjamins von Tudela in Larta (\u2192 Artas potamos). 1204 die pertinentia de Arta bzw. de Larta Venedig zugesprochen u. auch 1210 in Handelsprivileg Michaels I. von Epirus f\u00fcr Venedig genannt. 1205 kommt Micha\u0113l Komn\u0113nos Dukas Angelos nach Arta, wird Nachfolger des fr\u00fcheren dortigen Machthabers (Senacherim ?) u. in kurzer Zeit Herr von Epirus. Arta fortab die meiste Zeit Hauptstadt des epirotischen Reiches. Zahlreiche Belege bei I\u014dann\u0113s Apokaukos, dem Metropoliten von Naupaktos. 1213, 1219, 1225 in Arta Lokalsynoden. 1259 f\u00e4llt die Stadt an die niz\u00e4nischen Truppen, wird aber bald darauf von I\u014dann\u0113s, dem j\u00fcngeren Sohn Michaels II. von Epirus zur\u00fcckgewonnen. F\u00fcr 1284 u. 1314 bzw. 1319 ein venez. Konsul in Arta nachweisbar. 1292 vergebliche Unternehmung Kaiser Andronikos' II. zu Wasser und zu Lang gegen Arta. 1303 im Zuge des von Karl II. von Anjou initiierten Epirusfeldzugs einmonatige Belagerung der Stadt. 1313 gro\u00dfer Stadtbrand. 1314 byz. Unternehmung gegen den Despoten Thomas: Truppen unter I\u014dann\u0113s Pinkern\u0113s bei Arta. 1318 t\u00f6tet Nikolaus Orsini, Graf von Kephall\u0113nia, den Despoten Thomas und wird Herr des Despotats von Arta, 1323 ermodet ihn sein Bruder Johannes und herrscht bis 1335. 1331 Arta (wie \u2192 Bonditza u. \u2192 Leukas) von Gautier II. de Brienne besetzt und Johannes Orsini zur Anerkennung der angiovinischen Oberherrschaft gezwungen. 1338 \u00fcbernimmt Andronikos III. Arta, 1339 Wiedergewinn der inzwischen unter Nikolaos Basilitz\u0113s abgefallenen Stadt nach einer Belagerung. 1342 Vertr\u00e4ge \u00fcber Wiedergutmachung von Sch\u00e4den, die Venezianern von Byzantinern in Arta zugef\u00fcgt wurden. Sp\u00e4ter f\u00e4llt Arta an die Serben (Syme\u014dn Uro\u0161) und wird etwa 1356/7 von Nik\u0113phoros II., dem Sohn Johannes Orsinis, r\u00fcckerobert. Etwa 1359 kommt es nominell wieder an Syme\u014dn Uro\u0161, der 1361 eine Privilegurkunde an I\u014dann\u0113s Tzaphas Orsini \u00fcber Bezitzungen u. a. in Arta austellt. 1367 Arta als Sitz des Metropoliten von \u2192 Naupaktos erwogen; die Stadt f\u00e4llt aber bald darauf an die Albaner: bis 1374 Petros Li\u014dsas, bis 1399 I\u014dann\u0113s  (Gin) Bua Spata. 1363 beansprucht Friedrich III. von Sizilien das Gebiet von \u2192 Bonditza bis Arta. Wohl zwischen 1374 und 1384 belagern die Anjou Arta, werden aber mit Hilfe des Thomas Preljub von I\u014dannina geschlagen. 1378 erfolglose Angriffe des Hospitaliters Juan Fern\u00e1ndez de Heredia auf die Albaner. 1384 t\u00fcrk. Pl\u00fcnderung. Ab etwa 1401/02 Angriffe der Tocco unter Ausn\u00fctzung der Zwistigkeiten der Albaner untereinander. Die Albaner rufen mitunter die T\u00fcrken zu Hilfe. 1416 ergibt sich Arta nach l\u00e4ngerer Belagerung Carlo I. Tocco. Carlo II. Tocco, seit dem Tod seines Onkels 1429 Herr von Arta, wendet sich 1433 an Ciriaco de Pizzicolli (Acarnania Arachthea). 1449 wird Arta t\u00fcrkisch. Die Etymologie des Namens Arta ist nicht befriedigend gekl\u00e4rt. Im 13. Jh. Erw\u00e4hnung der Kl\u00f6ster t\u014dn Karut\u014dn, Theotokos Peribleptos u. H. Nikolaos in Arta.\r\nMon.: Arta liegt am nw. Ende eine h\u00fcgeligen Bergr\u00fcckens, an dem der Arachthos in einer Schlinge w. vorbeiflie\u00dft, und ist daher im N, W und SW vom Flu\u00df umgeben. Die guterhaltene Festung, im N-Teil der jetzigen Stadt gelegen, auf Resten der Unterstadt des antiken Ambrakia errichtet (antike Quader in der O-Mauer); das ummauerte Areal ein unregelm\u00e4\u00dfiges Vieleck mit L\u00e4ngserstreckung NO\u2014SW \u00fcber etwa 280m und gr\u00f6\u00dfter Breite von etwa 175m; durchschnittliche Mauerst\u00e4rke 2,5m; zahlreiche Bastionen; starke Ausbesserungen aus der T\u00fcrkenzeit. An der SW\u2014Spitze des Festungsareals Fluchtburg (Mauerung: z. T. Zierziegel, K\u00e4stelmauerwerk); innerhalb der Festung Reste eines byz. Geb\u00e4udes und einer daran anschlie\u00dfenden Kirche (Palast und Palastkapelle ?). \u2014 Kloster H. Theod\u014dra, wohl urspr\u00fcnglich Kirche H. Ge\u014drgios: Dreischiffge Basilika der Mitte des 12. Jh.; etwa in der Mitte des 13. Jh. um einen Narthex samt Kuppel und noch sp\u00e4ter (vielleicht Anfang 14. Jh.) um eine Arkadenvorhalle erweitert. Mauerung: unbehauene Steine mit ungleichm\u00e4\u00dfig eingef\u00fcgten Ziegeln; am Narthex und an den Giebeln des Naos Zierziegel. Im Narthex das mehrmals umgebaute Grabmal der H. Theod\u014dra d\u00fcrfte somit nur die Erweiterung der Georgskirche Mitte des 13. Jh. zur\u00fcckgegeben. Dager wohl Georgskirche des 12. Jh. von Theod\u014dra erweitert (dabei wahrscheinlich Klostergr\u00fcndung) u. sp\u00e4ter nach ihr benannt. \u2014 H. Basileios: unweit n. H. Theod\u014dra gelegen. Urspr\u00fcnglich einschiffige, holzgedeckte Kirche (vielleicht der 1. H\u00e4lfte des 14. Jh.), die im N u. S seitenschiff\u00e4hnliche Anbauten erhielt. Reiche Ornamentik: Zierziegel, glasierte farbige Keramik; metabyz. Fresken (etwa Wende 17./18. Jh.). \u2014 Im s. Teil Artas das Par\u0113gor\u0113tissa-Kl.: Erhalten die Kellia an der O-Seite der Umfassungsmauer, die Trapeza an deren S-Seite u. in der Mitte freistehend das Katholikon, das mit Hilfe der in der Stifterinschrift genannten epirotischen Herrscher (Nik\u0113phoros, Anna u. Thomas) in die Zeit zwischen 1283 u. 1296 datiert wird. Architektur des Katholikon: Uber einem in der Basis quadratischen Zentrum \u00fcber drei Stockwerke von S\u00e4ulenreihen \u00dcbergang zu einem Oktogon, dessen vier l\u00e4ngere Seiten vier kreuzf\u00f6rmig angeordnete Gew\u00f6lbe tragen. Auf den vier Pendentifs zwischen den vier Gew\u00f6lben ist die Hauptkuppel errichtet. An den quadratischen Zentralraum schlie\u00dft im O ein dreiteiliges Hieron an, im N u. S des Zentralraums u. des Hieron je eine Kapelle und im W ein f\u00fcr den Zentralraum u. die beiden Kapellen gemeinsamer Narthex. Abgesehen von der Hauptkuppel noch je eine Kuppel in den vier Ecken des ungef\u00e4hr quadratischen Gesamtbaues. \u00dcber Narthex u. Seitenkapellen ein Obergescho\u00df (Gynaikonites). Mauerung: z. T. Bruchstein, z. T. K\u00e4stelmauerwerk, Zierziegel, bei Fenstern u. Kuppeln nur Ziegel; z. T. antike S\u00e4ulen u. Kapitelle wiederverwendet; reichliche Bauplastik (Kapitelle, figurale Reliefdarstellungen); in der Hauptkuppel und deren Pendentifs Mosaiken; metabyz. Fresken. \u2014 Sw. neben dem Katholikon ein \u00e4lterer, mittelbyz. Kirchenbau ausgegraben: kleine dreischiffige Kirche mit drei halbkreisf\u00f6rmigen Apsiden u. Narthex. \u2014 Etwa 2 km wsw. von Arta, 1 km w. der alten Br\u00fccke von Arta, H. Basileios para t\u0113n gephyran (Flurname Top Alti): Kreuzkuppelkirche (freies Kreuz) mit halbkreisf\u00f6rmiger Apsis u. Narthex. Mauerung: unbearbeitete Steine, M\u00f6rtel, Ziegel, Ziegelbruch. Fresken des 13. u. 16. Jh. ; komnenenzeitliche M\u00fcnzfunde. Datierung wahrscheinlich 2. H\u00e4lfte des 9. Jh. \u2014 Knapp 1 km sw. des H. Basileios H. Nikolaos (Flurname Panta Kopsia) : Kleine holzgedeckte Basilika mit halbkreisf\u00f6rmi ger Apsis. 5- u. W-Wand 1904 erneuert. Mauerung u. Bauweise der Fenster \u00e4hnlich der des nahen II. Basileios; Datierung wohl 9. oder 10.Jh. \u2014 Aus Schriften des I\u014dann\u0113s Apokaukos bekannt das Kl. Theotokos Peribleptos in Arta (1222 Ort einer Synode) sowie innerhalb der Di\u00f6zese Arta die Kirche Kagioi Pantes. I\u014dann\u0113s Apokaukos erwartet von Theod\u014dros von Epirus den Bau einen episkopeion in Arta. \u2014 Die Moschee des Fa\u00efk Pa\u0161a (am rechten Ufer des Arachthos, etwa 3 km w. von Arta, beim Dorf Marati, jetzt Eleusa), in der byz. Spolien verbaut sind, hat wahrscheinlich, wie auch die Volks\u00fcberlieferung besagt, eine byz. Kirche des H. I\u014dann\u0113s Prodromos zum Vorg\u00e4nger. Die Identit\u00e4t mit dem K\u014dnstantinos Komn\u0113nos, wohl dem Bruder des Theod\u014dros von Epirus, \u1f10\u03bd \u03c4\u1fc6 \u1f00\u03c1\u03c7\u03bf\u03bd\u03c4\u03b5\u1f77\u1fb3 \u03a3\u03bc\u03bf\u03ba\u1f79\u03b2\u03bf\u03c5, \u03c7\u03c9\u03c1\u1f77\u03bf\u03c5 \u0392\u03b1\u03bb\u03c4\u1f77\u03c4\u03b6\u03b7\u03c2 erbauten Prodromos-Kl. (\u2192 Smokobon [1]) oder dem 1222 erw\u00e4hnten Prodromos-Kl. kata t\u0113n Hellada unwahrscheinlich."}], "when": {"timespans": [{"start": {"earliest": "0300-01-01T00:00:00", "latest": null, "comment": "Beg. 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