{"@context": "https://raw.githubusercontent.com/LinkedPasts/linked-places/master/linkedplaces-context-v1.1.jsonld", "type": "FeatureCollection", "features": [{"@id": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135399", "type": "Feature", "crmClass": "crm:E18 Physical Thing", "systemClass": "place", "viewClass": "place", "properties": {"title": "Ebreichsdorf, Schlo\u00df Ebreichsdorf"}, "descriptions": [{"value": "Dieser Text wurde f\u00fcr \"N\u00d6-Burgen online\" verfa\u00dft (http://noeburgen.imareal.sbg.ac.at/, Thomas K\u00fchtreiber) und darf mit Zustimmung der Autoren dankenswerterweise auch in unserem Projekt online gestellt werden: \r\n\r\n2761\r\nEbreichsdorf I \r\n\r\nKG Ebreichsdorf\r\nOG Ebreichsdorf\r\nVB Baden\r\n\r\nKategorie: Burgstall\r\n\r\nGeschichte:\r\n\r\nZur fr\u00fchen Geschichte s. Ebreichsdorf II.\r\n(Gerhard Reichhalter)\r\n\r\nLage/Baubeschreibung:\r\n\r\nIm Schlosspark, etwa 350 m wests\u00fcdwestl. vom Schloss, befindet sich \u2013 auf dem digitalen Gel\u00e4ndemodell im NOE Atlas deutlich sichtbar \u2013 ein flaches rechteckiges Erdwerk mit einem ca. 38 x 30 m gro\u00dfen Plateau, das von einem ehem., heute verlandeten Wassergraben mit Au\u00dfenwall umgeben war. Mit diesen Anlagen misst das Erdwerk W\u2013O rund 67 m. Der Park ist mit einem geometrisch angelegten Wegenetz ausgestattet, das die Achsen des Schlosses aufnimmt. Das Erdwerk ist nicht auf die Wege ausgerichtet und wird von diesen tlw. \u00fcberlagert, ist daher als Teil der Parkgestaltung auszuschlie\u00dfen. Es k\u00f6nnte sich somit um einen \u00e4lteren, urk. nicht belegten Sitzstandort handeln.\r\n(Gerhard Reichhalter)\r\n\r\n1411\r\nEbreichsdorf II \r\n\r\nKG Ebreichsdorf\r\nOG Ebreichsdorf\r\nVB Baden\r\n\r\nKategorie: Burg-Schloss\r\n\r\nAdresse: 2483 Ebreichsdorf, Schlo\u00dfplatz 1\r\n\r\nGeschichte:\r\n\r\nEbreichsdorf wird erstmals 1120 in der Grenzbeschreibung der Pf. Traiskirchen erw\u00e4hnt (N\u00d6UB 2/1, Nr. 1113). Als erste nach dem Ort genannte Pers\u00f6nlichkeit tritt ein Otakar v. Ebreichsdorf 1294 unter ritterlichen Zeugen in einer Urk. Ortolfs Murl v. Pottendorf f\u00fcr das Kl. Heiligenkreuz auf (FRA II/11, Nr. 310). Im 14. Jh. sind die Hrn. v. Bergau Herrschaftsbesitzer in Ebreichsdorf. 1324 urkundet hier Ulrich d. \u00c4. v. Bergau, 1333 ertauschen die Br\u00fcder Ulrich und Berthold v. Bergau vom Kl. Melk die Andreaskirche in Ebreichsdorf gegen Besitz im Waldviertel (FRA II/89, Nr. 26; StiA Melk Urk. 1333 III 07). \r\nIn der Folge ist die Reihe der Herrschaftsinhaber Ebreichsdorfs erst wieder in der 2. H. d. 15. Jhs. feststellbar. So wird 1453 der Wiener B\u00fcrger und Stadtrat Simon Potl als Herr v. Ebreichsdorf fassbar. 1474 bietet die Burg angeblich noch Schutz w\u00e4hrend den Ungarneinf\u00e4llen, 1487 aber befindet sie sich in der Gewalt Kg. Mathias v. Ungarn (Top. N\u00d6 2, 446). 1505 stellt Christoph v. Doppel in Ebreichsdorf eine Urk. aus (SchlA Weitra, Urk. 1505 VIII 09). Gut m\u00f6glich, dass er der Inhaber der Hft. zur damaligen Zeit ist. 1529 erleidet die Burg schwere Sch\u00e4den durch die T\u00fcrken. \r\nIn der 1. H. d. 16. Jhs. sind die Meneses und Zelkinger Schlossherren, 1568 kauft Hieronymus Frh. v. Beck von Carl Ludwig v. Zelking den Besitz um 18.000 fl. 1629 folgen die Pestaluzz und 1639 bis 1686 die Freiherren v. Moser. 1683 k\u00f6nnen t\u00fcrkische Angriffe erfolgreich zur\u00fcckgeschlagen werden. Unter den nunmehr h\u00e4ufig wechselnden Besitzer erscheinen 1686 die Collalto, 1705 die Pilati-Thassul und 1747 Frh. Franz v. Wiesenh\u00fctten. 1749 folgen die Bartenstein, die 1764 vom Kloster Melk den Zehent in Ebreichsdorf als Lehen erhalten (StiA Melk, Urk. 1764 VII 15). Im Jahr 1827 erscheint Gf. Markus Lorenz v. Buffy-Mignon, der Gemahl Josephas v. Bartenstein, als Besitzer v. Ebreichsdorf (Top. N\u00d6 II, 447). Ihm folgen 1843 die Kolowrat-Liebsteinsky, 1870 die Arco-Zinneberg und gegen E. d. 19. Jhs. die Pongracz-Metternich. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz.\r\n(Erwin Kupfer)\r\n\r\nLage/Baubeschreibung:\r\n\r\nDas Schloss liegt im Zentrum der gleichnamigen Stadt hinter einer hohen Parkmauer, in einem breiten Sumpfgebiet der parallelen Wasserl\u00e4ufe Kalter Gang und Piesting. Das Ensemble gliedert sich in das zentrale Wasserschloss, einen vorgelagerten Wirtschaftshof sowie einen weitr\u00e4umigen Barockpark. Die Baugeschichte kann aufgrund einer Analyse von Adalbert Klaar sowie zahlreicher Baudetails gut rekonstruiert werden. Wohl auf eine nat\u00fcrliche Insel nutzend, wurde im 13. Jh. ein grundlegender Neubau errichtet. Auf rechteckigem Grundriss von 31 m Seitenl\u00e4nge entstand ein Kastell mit 1,7 m starken Mauern, die einst wohl bis in 9 m H\u00f6he gleich stark blieben, um dar\u00fcber einen Wehrgang mit Zinnenkranz zu tragen. An der NW- sowie der SO-Ecke sind diagonal T\u00fcrme situiert, von denen der SO-Turm mit bis 9 m Breite und 2,9 m Mauerst\u00e4rke etwas gr\u00f6\u00dfer dimensioniert ist. Ein Rundbogenportal im Obergesch. indiziert einen ehem. Hocheinstieg. Parallel zum N-Bering identifizierte Klaar einen prim\u00e4ren Palas, der heute durch Verputz nicht mehr einzustufen ist. Im Schlosskeller ist stellenweise Mauerwerk einsehbar, das \u00fcber einem plattigen Fundament mit Ans\u00e4tzen von Opus Spicatum grob blockhaft zugerichtete Strukturen in lokal ausgezwickelten Einzellagen aufweist. An den T\u00fcrmen finden sich Eckbuckelquader mit auff\u00e4llig steil herausgearbeiteten Bossen und breitem Randschlag. W\u00e4hrend das Mauerwerk durchaus noch der Sp\u00e4trom. verhaftet scheint, deuten die Buckelquader bereits in fr\u00fchgot. Zeit, analog etwa zu Asparn an der Zaya. Es k\u00f6nnte somit ein Baubeginn M. d. 13. Jhs. und eine Fertigstellung der T\u00fcrme E. d. 13.Jhs. angenommen werden. Das korreliert mit der Erstnennung eines Adeligen 1294. Bemerkenswerter Weise finden sich kaum Hinweise auf sp\u00e4tma. Ausbauten, wahrscheinlich wurde in dieser Zeit die bei Vischer 1672 dargestellte und im fr\u00fchen 18. Jh. fast restlos abgetragene Vorburg errichtet. Hier steht auch die um 1400 geweihte Burgkapelle, ein bedeutender Einst\u00fctzenraum mit 5/8-Chor und reich reliefiertem Kreuzrippengew\u00f6lbe. Die gro\u00dfteils bauzeitlichen Glasgem\u00e4lde befinden sich heute verstreut in internationalen Museen. Aus dem 15. Jh. stammt eine prunkvolle Sakramentsnische. Unter Hieronymus Beck v. Leopoldsdorf wurde um 1581/88 eine gro\u00dfz\u00fcgige Erweiterung zum Schloss vorgenommen. An die Vorburg wurden 2 massive Trakte gestellt, die auf 3 Gesch. mit schweren Kreuzgratgew\u00f6lben sowie profilierten Balkendecken ausgestattet wurden. Hier wurden 1959/60 Renaissancemalereien mit Rankenwerk und Tiergrotesken freigelegt. Um die Kapelle platzierte man antike Steinskulpturen bester Qualit\u00e4t, die m\u00f6glicherweise von Bildungsreisen Becks in den Orient stammen.\r\nNach der kr\u00e4ftig rustizierten Hauptfassade gelangt man durch die zentrale Einfahrt mit steil angeputztem Spiegelkappengew\u00f6lbe in den nunmehr 4-fl\u00fcgel. Innenhof, dessen 2 alte Trakte ebenfalls grundlegend erneuert wurden. Die Fassaden zeigen ebenerdig Arkaden, zentral mit reliefierten Wappentafeln der Familie Beck. Parallel d\u00fcrfte ein komplexer Turmaufsatz mit T\u00fcrmchen und Balkonumlauf datieren. Das Kernschloss ist im N, O und S mit einer Bastion\u00e4rbefestigung umgeben. Im N mit 2 spitzwinkeligen Eckbastionen ausgestattet, bildet die Anlage im S ein weit vorgezogenes Kronwerk, das die Funktion einer Vorburg \u00fcbernimmt und auch die sp\u00e4tma. Burgkapelle einschlie\u00dft. Die Bastionen folgen den Flankierregeln, besitzen aber keine Brustwehr mehr, was wohl als Folge der Barockisierung von 1704/05 zu werten ist. Hieronymus Beck lie\u00df anl\u00e4sslich des Schlossausbaus 1581/88 wegen des sumpfigen Terrains auch sichere Fundamente und gepflasterte Wassergr\u00e4ben anlegen, was als Indiz zur Datierung der Befestigung zu werten ist. Die bei Vischer 1672 dargestellten Wehrmauern wurden 1704/05 samt der Vorburg abgebrochen und zu einer ger\u00e4umigen Plattform planiert. Im 18. Jh. entstand der weitl\u00e4ufige Park, der \u00fcber ein gro\u00dfes Gittertor mit flankierenden 8-eck. Pavillons zu erreichen ist. Im Vorfeld haben sich stark umgebaute Reste des Meierhofs erhalten, der im Kern wohl auf das 16. 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