{"@context": "https://raw.githubusercontent.com/LinkedPasts/linked-places/master/linkedplaces-context-v1.1.jsonld", "type": "FeatureCollection", "features": [{"@id": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135722", "type": "Feature", "crmClass": "crm:E74 Group", "systemClass": "group", "viewClass": "actor", "properties": {"title": "Stift Melk"}, "descriptions": [{"value": "976 wurden die Babenberger von Otto II. (955-983) mit der Ostmark belehnt um damit die Grenzen des Deutschen Reiches nach Osten zu sichern. Den Babenbergern gelang es, diese Mark nach Norden und Osten auszuweiten und zu sichern. In dieser Ostmark gab es Burgzentren, die milit\u00e4rische, geistige und wirtschaftliche Mittelpunkte bildeten und so der Bev\u00f6lkerung Schutz boten. Die Babenberger siedelten in Melk bereits ein geistliche Gemeinschaft - Kanoniker - an.\r\nAls Melk durch die Ausdehnung der Mark an Bedeutung verlor, entschloss sich Leopold II. (1050-1095), die Melker Burg in ein Kloster umzuwandeln. Landespatron Koloman und einige der ersten Herrscher \u00d6sterreichs, die Markgrafen Heinrich, Adalbert und Ernst waren zu dieser Zeit bereits in Melk bestattet. Leopold II. rief Benediktiner aus Lambach in Ober\u00f6sterreich nach Melk, die das Gebet am Grab der Babenberger sowie die Arbeit als geistliches Zentrum der Region aufrecht erhalten sollten.\r\nSeit dem 21. M\u00e4rz des Jahres 1089 leben und wirken im Stift Melk in ununterbrochener Folge M\u00f6nche nach der Regel des heiligen Benedikt. In der Klosterbibliothek wird noch jenes Exemplar der Regel aufbewahrt, das die M\u00f6nche aus ihrem Heimatkloster mitgebracht hatten. Es handelt sich dabei also um ein Manuskript, das etwa 1000 Jahre alt ist.\r\nTrotz mancher \u00e4u\u00dferen Schwierigkeiten bl\u00fchte das Kloster. Die Melker Annalen, das Melker Marienlied \u00fcberstanden den f\u00fcrchterlichen Klosterbrand 1297 und zeigen die Regsamkeit der M\u00f6nche dieser Zeit. Es gab eine Schreibstube im Kloster und die Wurzeln der Klosterschule f\u00fcr S\u00e4ngerknaben gehen in das Jahr 1160 zur\u00fcck. Im 14. Jahrhundert kam es zum Abstieg der Kirche. Naturkatastrophen, eine Pestepidemie, das babylonische Exil der P\u00e4pste in Avignon, das abendl\u00e4ndische Schisma waren Symptome des Niederganges in der Kirche. Es bedurfte einer dringenden Reform. Das Konzil von Konstanz (1414-1418) sanierte zwar die Institution \"Kirche\" wieder, sodass es nur einen Papst gab, die gew\u00fcnschte Reform der Kirche blieb allerdings aus. Der Ruf nach Reform weckte aber Kr\u00e4fte, die gro\u00dfe geistige und kulturelle Leistungen hervorbrachten. Die Kl\u00f6ster hatten durch das Konzil von Konstanz den Auftrag zur Reform erhalten. Melk wurde ein Reformzentrum. Von der Melker Reform ausgehend kam es zu einem Neubeginn in den \u00f6sterreichischen Kl\u00f6stern sowie im gesamten s\u00fcddeutschen Raum. Melk wurde bald durch seine Verbindung zur Wiener Universit\u00e4t ein monastisch kulturelles Zentrum - ein \"Musterkloster\". Viele theologische, monastische und wissenschaftliche Werke entstanden zu dieser Zeit in Melk. Etwa zwei Drittel der Melker Handschriften stammen aus dieser Zeit. Trotz kl\u00f6sterlicher Bl\u00fctezeit kam es zu keinem wirtschaftlichen Wachstum. Gro\u00dfe finanzielle Forderungen kamen von den Landesherren an die Kl\u00f6ster und \u00c4bte wurden in Streitigkeiten zwischen Landesf\u00fcrsten und Adel hineingezogen. 1429 wurde, die trotz der ung\u00fcnstigen \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde umgebaute und zum Teil neugebaute Klosterkirche geweiht und sp\u00e4ter mit einem Tafelaltar von J\u00f6rg Breu dem \u00c4lteren ausgestattet.\r\nAm Beginn des 16. Jahrhunderts kam es zu einem erneuten Tiefgang in der Klostergeschichte. Der Reformgedanke von Martin Luther breitete sich in \u00d6sterreich rasch aus und es kam fast zu einem Stillstand des monastischen Lebens. Es blieben drei Patres, drei Kleriker und zwei Laienbr\u00fcder im Stift Melk. Weltliches Personal wurde zur Klosterverwaltung vom Landesf\u00fcrsten eingesetzt, was viele Streitigkeiten zwischen Konvent und den Beamten ausl\u00f6ste. Die Kriege gegen die T\u00fcrken bedurften gro\u00dfer Abgaben und die Besitzungen des Klosters rund um Wien waren verw\u00fcstet. Die Existenz des Klosters war stark bedroht. Der Aufschwung monastischen Lebens durch die Melker Reform war v\u00f6llig zusammengebrochen.\r\nAuf Dr\u00e4ngen des Herrscherhauses kam es durch das Konzil von Trient zu einer Gegenreformation. Sehr bald war wieder eine Einheit im Glauben wiederhergestellt und es kam zu einem Aufschwung in der Klostergeschichte. Viele gut gebildete und religi\u00f6s gelehrte Deutsche traten in das Kloster Melk ein. Es kam zu einer Erneuerung der Klosterschule und einer guten theologischen Ausbildung der M\u00f6nche. Melk wurde wieder zu einer geordneten kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft."}], "when": {"timespans": [{"start": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}, "end": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}}]}, "types": [{"identifier": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135379", "label": "Schlo\u00df Ebreichsdorf", "descriptions": null, "hierarchy": "Case Study", "typeHierarchy": [{"identifier": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/8240", "label": "Case Study", "description": null}], "value": null, "unit": null}], "relations": [{"label": "Schlo\u00df Ebreichsdorf", "relationTo": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135379", "relationType": "crm:P2 has type", "relationSystemClass": "type", "relationDescription": null, "type": null, "when": {"timespans": [{"start": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}, "end": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}}]}}, {"label": "https://www.stiftmelk.at/aufgaben-/-taetigkeiten-/-pfarren/geschichte/", "relationTo": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135723", "relationType": "crm:P67i is referred to by", "relationSystemClass": "external_reference", "relationDescription": "Homepage Stift Melk", "type": null, "when": {"timespans": [{"start": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}, "end": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}}]}}, {"label": "Melk, Urkunde, 1312 (um 1500)", "relationTo": "https://openatlas.maps-of-power.at/api/entity/135700", "relationType": "crm:P67i is referred to by", "relationSystemClass": "source", "relationDescription": null, "type": null, "when": {"timespans": [{"start": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}, "end": {"earliest": null, "latest": null, "comment": null}}]}}], "names": null, "links": null, "depictions": null, "geometry": null}]}
